
Wer eine Woche wandern geht, plant meistens zuerst die Touren. Fünf Tage, fünf Strecken, am Ende eine ganze Menge Kilometer und Höhenmeter.
Was dabei leicht untergeht, ist die Zeit dazwischen.
Dabei macht gerade sie oft den Unterschied.
Ein Ruhetag, der trotzdem ein Wandertag ist
In den Daten unserer Touren steht dafür ein gutes Beispiel. Die vierte Etappe am Tannberg hat in der leichten Variante zweihundert Höhenmeter und dauert eine Stunde fünfundvierzig. Das ist weniger als ein Vormittag.
Man kann diesen Tag als kleine Tour sehen. Man kann ihn aber auch als das sehen, was er ist: ein Ruhetag, an dem man trotzdem draußen war. Wer fünf Tage hintereinander sechs Stunden geht, ist am fünften Tag nicht erholter als am ersten. Wer zwischendrin einen solchen Tag einlegt, schon.
Warum die Schleife dabei hilft
Weil sie die Entscheidung offen lässt. Beim klassischen Weitwandern steht die Tagesetappe fest — das Quartier am Abend liegt dreißig Kilometer weiter, also geht man dreißig Kilometer. Wenn das Quartier jeden Abend dasselbe ist, kann man morgens entscheiden, wie der Tag aussieht.
Regen? Dann heute die kurze Variante. Beine schwer? Dann die leichte. Und wer gut drauf ist, nimmt die große Runde.
Und danach
Zur Erholung gehört, was im Haus passiert. Sauna, Pool, ein Ruheraum, ein langes Abendessen. Das klingt nach Wellness-Prospekt, ist aber schlicht der zweite Teil derselben Sache: Bewegung wirkt erst, wenn der Körper Zeit bekommt, damit etwas anzufangen.
Prof. Reinhard Haller hat dazu einen Satz gesagt, der auf unserer Startseite steht: „Ein Medikament, das alle Wirkungen des regelmäßigen Wanderns enthält? Das wäre die Wunderpille schlechthin — ein Bestseller.“ Man muss die Pille nur auch wirken lassen.